Headless Experimental #5 : Simcoe Rye IPA

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Informationen zum Bier: Experimental #5 : Simcoe Rye IPA

Technische Daten:
Stammwürze: 16°P
Farbe: 20 EBC
Bittere: 65 IBU
Alkohol: 6,8%

Schüttung:
Pilsner Malz, Roggenmalz, CaraPils, CaraMünch & Melanoidinmalz

Hopfen:
US Simcoe mit 12,5% Alphasäure
Der Simcoe Hopfen wurde im Jahre 2000 von der Yakima Chief Ranch im US Bundestaat Washington unter der schnöden Bezeichnung YCR 14 cv angemeldet und auf den Markt gebracht. Da es sich um eine geschützte Hopfensorte handelt, sind die Eltern weitestgehend unbekannt.
Der Hopfen wird als sog. „dual purpose“ Hopfen vermarktet, also ein Hopfen der sowohl hohe Alphasäurewerte aufweist, als auch ein hervorragendes Aroma besitzt. Simcoe ist ein Hopfen mit ungewöhnlich hohem Myrcen- Anteil bei den Hopfenölen. Da diese Fraktion für citrusartige, florale aber auch harzige-kieferartige Aromen verantwortlich ist, sind das auch die Hauptaromakomponenten. Das Aroma wird in der Literatur als Passionsfrucht, rote Beeren, harzig und citrusartig beschrieben.

Die Idee:
Auch dieses Bier soll ein Bier für Hopfenliebhaber werden. Es soll vor allem eine Ode an den Simcoe sein. Aus diesem Grund haben wir uns auch hier für single hop IPA entschieden. Dafür ist Simcoe ja auch gemacht, ein dual purpose hop, Bitterung und Aroma. Da der Hopfen unserer Meinung nach eher die süßlicheren Citrusaromen, wie z.B. Orange, aufweist, wollten wir diese Aromen durch leichte Restsüße und das getreidige Aroma des Roggens unterstützen. Es soll zwar ein „richtiges“ IPA sein, soll aber auch im Frühjahr noch gut drinkbar bleiben, weshalb wir es nicht zu „restsüß“ geplant haben.

Verkostungsnotiz:
Fester weißer Schaum, der sehr lange cremig im Glas steht.
Im Geruch findet sich in der Tat Passionsfrucht wieder, aber auch erdige, harzige Töne. Durch die frischen Citrusnoten ergibt sich für mich auch der Eindruck nach Maracuja.
Durch den Roggen ergibt sich im Antrunk ein sehr schönes weiches Mundgefühl. Die leichte Viskosität führt zu einer sehr schönen Benetzung im Mund.
Im Antrunk machen sich die 65 IBU absolut nicht bemerkbar und bleiben dezent im Hintergrund. Die weiche Bittere fügt sich sehr gut in das weiche, viskose Mundgefühl ein. Hier kommen deutliche frische Citrusaromen zum Vorschein, aber auch hier meine ich Maracuja zu erkennen. Durch die leichte Bittere, werden aber auch die harzigen Töne gut unterstrichen.
Im Abgang machen sich dann aber die 65 IBU Platz und kommen schön zur Geltung, flankiert von schönen harzigen Aromen und einer leichten getreidigen Malznote. Die Bittere hält schön lange an, ohne aber nachzuhängen.